Haben Sie schon Patienten mit Morbus Menière behandelt? Falls ja, können Sie mit dem vorgestellten Fallbeispiel Ihr Vorgehen reflektieren. Wenn Sie noch keinen Schwindelpatienten mit der Erkrankung therapiert haben, können Sie mit diesem Beitrag die strukturierte Vorgehensweise von Stefan Schädler wunderbar nachvollziehen und vielleicht demnächst ausprobieren.

Hintergrund

Als Morbus Menière wird eine Erkrankung des Innenohrs mit einem Endolymphhydrops bezeichnet, die mit Drehschwindelattacken und einem meist zunehmenden Verlust der Hör- und Gleichgewichtsfunktionen einhergeht. Leitsymptom sind die Drehschwindelanfälle, die oft mit Erbrechen, Hörstörungen und einem typischerweise tieffrequenten Tinnitus verbunden sind. Die Anfälle sind nicht vorhersehbar. Der subjektiv empfundene Charakter des Schwindelgefühls kann sich im Verlauf der meist über viele Jahre anhaltenden Erkrankung ändern; in aller Regel nimmt dabei der Attackenschwindel ab und die einseitige Schwerhörigkeit zu. Hinzu können ein reaktiv-psychogener Schwindel mit depressiven Verläufen und Angstkorrelaten sowie ein gutartiger Lagerungsschwindel kommen (1).