Digitale Behandlungen kommen wegen der COVID-19-Kontaktbeschränkungen weltweit immer häufiger zum Einsatz – auch in Deutschland erfahren Online-Angebote nun Zuspruch. In anderen Ländern ist die digitale Behandlung hingegen schon lange Teil des Portfolios physiotherapeutischer Behandlungsformen.

Die Not zur Tugend machen?

Ein im British Medical Journal publizierter Artikel beschreibt die Evaluation der schnellen Einführung von digitalen Behandlungen aufgrund von COVID-19 (1). Das Royal National Orthopaedic Hospital, ein großes orthopädisches Krankenhaus im Londoner Großraum, bietet normalerweise 11.200 Patiententermine pro Monat an, davon sieben Prozent als Telefontermine. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen setzte sich das Team das Ziel, innerhalb kürzester Zeit 80 Prozent der ambulanten Therapiebehandlungen digital durchzuführen – dieses Ziel wurde schon während der ersten sechs Wochen mit 87 Prozent überschritten.