Übungstherapie ist sehr sinnvoll für Menschen mit Multipler Sklerose (MS), trotzdem wird sie nicht ausreichend genutzt. Woran liegt das? In einer qualitativen Untersuchung wurde erforscht, welches Format MS-Patienten bevorzugen, um über Übungstherapie informiert zu werden, und durch welchen Gesundheitsspezialisten diese Aufklärung erfolgen sollte. Die Forscher führten 50 semistrukturierte Interviews mit erwachsenen Amerikanern mit milden bis moderat ausgeprägten MS-bedingten Symptomen durch. Dabei kristallisierten sich zwei Themenfelder heraus: die Art und Weise der Informationsvermittlung sowie die informierende Person. Betroffene möchten von Experten informiert werden, die Erfahrung mit MS beziehungsweise Übungstherapie haben – namentlich Neurologen und Physiotherapeuten –, und dies möglichst im Einzelgespräch und / oder vermittelt durch Printmedien (Broschüren, Handout) beziehungsweise elektronische Medien (zum Beispiel DVD). Diese Erkenntnisse könnten helfen, die Übungsbereitschaft Betroffener zu erhöhen.