Der Fachkräftemangel in der Branche der Heilmittelerbringer ist keine Frage mehr, sondern eine Tatsache. Das Problem ist nicht nur der fehlende Nachwuchs – auch immer mehr „Aktive“ wenden sich von ihrem Beruf ab. Doch was sind die Gründe für diese Abwanderung: Geld, Familie oder die körperliche Belastung? Der Masterstudiengang Therapiewissenschaften der Hochschule Fresenius hat dazu eine Auswertung vorgelegt.

Zu wenig Physiotherapeuten

Die Sorge um einen Fachkräftemangel in der Physiotherapie ist inzwischen nicht nur im Alltag der Praxisinhaber, sondern auch bei den Patienten und in der Politik angekommen. In neun von 16 deutschen Bundesländern ist ein Mangel an Physiotherapeuten deutlich erkennbar (1). Derzeit beläuft sich dieser relative Engpass in den Therapieberufen auf 8,7 Prozent und wird laut einer aktuellen Hochrechnung bis 2030 auf 24,6 Prozent ansteigen – das entspricht 105.000 fehlenden Fachkräften (2). Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel, der eine immer größere Anzahl an älteren, multimorbiden Patienten zur Folge hat, scheint eine ausreichende physiotherapeutische Behandlung in Zukunft nicht mehr möglich. Denn bereits jetzt stehen 100 offenen Stellen nur 34 arbeitslose Physiotherapeuten gegenüber und offene Stellen bleiben im Schnitt 144 Tage unbesetzt (1). Dagegen steigt die Anzahl an Verordnungen pro 1.000 Patienten kontinuierlich an, von 2009 bis 2015 um 6,4 Prozent (3).

Aufgrund der bereits angespannten Fachkräftesituation in den Therapieberufen startete der Masterstudiengang Therapiewissenschaften der Hochschule Fresenius in Idstein im Frühjahr 2017 eine Untersuchung. Ziel war es, zu ergründen, ob und inwieweit der Fachkräftemangel auch Folge eines zunehmenden Berufsausstieges ist.

Steigender Mangel trotz mehr Absolventen

In Deutschland gibt es einen Fachkräftemangel im Bereich der Therapieberufe – da sind sich Politik und Arbeitgeber einig. In den Zahlen zu den Beschäftigten und Absolventen von Physiotherapieschulen spiegelt sich diese Aussage jedoch nicht wider: Nicht nur die Anzahl der Physiotherapeuten selbst, sondern auch diejenige der Absolventen nimmt stetig zu (4, 5). Es besteht also ein Mangel trotz steigender Beschäftigungszahlen.

Dies liegt zum einen daran, dass der Bedarf von 2009 bis 2015 um 6,4 Prozent gewachsen ist, die Beschäftigungszahlen im Zeitraum von 2012 bis 2015 aber nur um 2,9 Prozent (3, 5). Beobachtungen in der Praxis liefern Hinweise, dass eine zunehmende Zahl ausgebildeter Therapeuten den Beruf verlässt. Eine ähnliche Situation hat es auch im Bereich der Pflege schon gegeben (6).

Aus dieser Hypothese sind folgende Fragestellungen entstanden:

  • Gibt es eine Abwanderung aus den Therapieberufen?
  • Was sind die Gründe und Ziele für einen Berufswechsel?
  • Wie finden Entscheidungs- und Wechselprozesse statt?
  • Wie wird der Wechsel im Nachhinein bewertet und wie wird die Zukunft des Therapieberufs gesehen?

Methode

Mittels einer persönlichen Befragung einzelner Aussteiger und einem auf deren Aussagen aufbauenden Fragebogen sollten diese Fragen untersucht werden. Um ein vollständiges Bild der Heilmittelerbringer in Deutschland zu erhalten, wurden Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten befragt. Im weiteren Verlauf werden nur die Ergebnisse aus der Physiotherapie betrachtet.

Insgesamt wurden 28 aus dem Therapieberuf ausgestiegene Therapeuten in einem qualitativen Leitfadeninterview persönlich oder telefonisch zum Thema Berufsausstieg befragt. Elf Teilnehmer kamen aus dem Berufsfeld der Physiotherapie. Neben der ursprünglichen Berufsbezeichnung stellte auch die Art des Ausstieges ein wichtiges Einschlusskriterium für die Teilnehmerauswahl dar. Unterschieden wurde hier zwischen

  • Vollaussteigern (kompletter Ausstieg aus dem Beruf),
  • Weiterentwicklern (weiterhin Bezug zum Therapieberuf, die Tätigkeit erfolgt aber nicht mehr an der Behandlungsbank) und
  • Systemflüchtern (Arbeit im Therapieberuf wird fortgesetzt, allerdings außerhalb des deutschen Kassensystems).

Keine Berücksichtigung in der Studie fanden Aussteiger aus gesundheitlichen Gründen sowie aufgrund von Schwangerschaft und Frühverrentung.

Die Teilnehmer wurden gebeten, ausführlich ihre Gründe für den Ausstieg, die damit verbundenen Ziele, den Ausstiegsprozess sowie die persönlichen Folgen des Berufswechsels zu erläutern. Alle Gespräche wurden vollständig auf einem Tonträger aufgezeichnet, verschriftlicht und inhaltsanalytisch ausgewertet. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde ein quantitativer Fragebogen konzipiert. Inhaltsanalytisch entwickelte Kategorien (Themen) wurden dabei in Skalen umgewandelt, die Ausprägungen in Antwortmöglichkeiten (Items).

Der Fragebogen erfasste neben personenbezogenen Angaben und Ausstiegsstadium die Ausstiegsgründe, Argumente für / gegen einen Berufswechsel, Ausstiegswahrscheinlichkeit (7) und Ausstiegsfolgen. Die Itembewertung beziehungsweise -zustimmung erfolge jeweils auf einer Skala von eins bis zehn.

Der Fragebogen umfasste abschließend 103 Items. Zielgruppe waren diesmal nicht nur die bereits ausgestiegenen, sondern auch aktuell noch tätige Therapeuten. Verteilt wurde der Fragebogen über Facebook-Foren und das Alumni-Netzwerk von Hoch- und Fachschulen. Insgesamt nahmen 984 Therapeuten aus ganz Deutschland an der Erhebung teil; rund 31 Prozent (306) sind aktuell oder waren vormals als Physiotherapeuten tätig.

Der Fragebogen konnte 50 Tage lang online beantwortet werden. Da nicht alle Fragen für jeden Teilnehmer relevant waren, wurde dem Fragebogen eine spezielle Matrix hinterlegt (Tab. 1). Die ersten beiden Fragen entschieden über die Gruppenzugehörigkeit:

  • Aussteiger – der Ausstieg aus dem Therapieberuf ist bereits vollzogen
  • „Überleger“ – die Person macht sich Gedanken über einen Berufsausstieg oder plant diesen konkret
  • „Bleiber“ – es besteht die Absicht, im Therapieberuf zu verbleiben

Danach folgte jede Gruppe einem vorab eingestellten Verlauf durch den Fragebogen. Fragen zu Ausstiegswahrscheinlichkeit, Gründen und Folgen wurden mittels einer Skala von eins bis zehn beantwortet.

Tab 1 Matrix des FragebogensSabine Hammer / Lorena Hebel
Tab 1 Matrix des Fragebogens

Ergebnisse

Rund 25 Prozent der 306 teilnehmenden Physiotherapeuten können den Aussteigern zugeordnet werden. Zur Gruppe der „Überleger“ zählen 51 Prozent, 24 Prozent sind „Bleiber“ (Abb. 1).

Abb. 1 Anteil der Aussteiger, Bleiber und Überleger am gesamten Teilnehmerfeld in Prozent (n = 306)
Abb. 1 Anteil der Aussteiger, Bleiber und Überleger am gesamten Teilnehmerfeld in Prozent (n = 306)

Betrachtet man nur diejenigen, die aktuell noch als Therapeuten arbeiten, ist eine große Gruppe an „Überlegern“ erkennbar. Von den verbleibenden Physiotherapeuten denken 68 Prozent über einen Ausstieg nach oder planen diesen schon konkret (Abb. 2).

Abb. 2 Antworten tätiger Physiotherapeuten zur möglichen Ausstiegsabsicht in Prozent (n = 228)
Abb. 2 Antworten tätiger Physiotherapeuten zur möglichen Ausstiegsabsicht in Prozent (n = 228)

Bleiben oder aussteigen?

Bei den Gründen für den Ausstieg bestehen zwischen „Überlegern“ und Aussteigern keine großen Unterschiede. Die Mittelwerte der auf einer Skala von eins (Grund für den Wechsel) bis zehn (Grund zu bleiben) gemachten Angaben korrelieren (r = 0,897). Die Teilnehmer konnten Gründe für einen Verbleib oder einen Ausstieg angeben.

Für die „Überleger“ sprechen nur vier von zehn Aspekten für ein Weitermachen:

  • Inhalte der Tätigkeit (*5,82)
  • Anerkennung (*5,53)
  • soziale Aspekte (*5,71)
  • Infrastruktur (*6,97)

*Angabe der Mittelwerte: < 5,5 = Grund zu gehen, > 5,5 = Grund zu bleiben

Für die Aussteiger waren nur soziale Aspekte (Mittelwert: 5,63) und die Infrastruktur (6,05) Gründe dafür, im Beruf zu verbleiben.

Viel deutlicher ausgeprägt waren allerdings die Gründe für einen Ausstieg aus dem Beruf. Folgende fünf Aspekte waren für Aussteiger und „Überleger“ bestimmend: Verdienst, Bürokratie, Lobby, Perspektive und Autonomie (Abb. 3).

Abb. 3 Gründe für den Wechsel aus Sicht der Aussteiger / Überleger
Abb. 3 Gründe für den Wechsel aus Sicht der Aussteiger / Überleger

Außerdem fiel bei den Angaben zum Ausstieg auf, dass für die „Überleger“ die Lobby wichtiger ist als für die Aussteiger. Für Letztere waren eher berufliche Perspektiven wie beispielsweise Karrierechancen ausschlaggebend. Der Verdienst war für beide Gruppen der bedeutendste Wechselgrund. In den qualitativen Interviews zeigte sich, dass hierbei nicht nur der niedrige Arbeitslohn eine wesentliche Rolle spielt: Themen wie Familienplanung oder Fortbildungskosten waren ebenfalls von Bedeutung. Das zeigen auch konkrete Aussagen der Studienteilnehmer:

Kerstin

Mia: „Ich habe einen ganz dicken Ordner mit physiotherapeutischen Fortbildungen über Bobath, PNF, Manuelle [Therapie], Präventionssachen und so weiter. Aber wenn ich überlege, was ich für meine ganzen Fortbildungen bekomme […], das ist nämlich gleich null.“

Hauptgrund: Bezahlung

Rund 32 Prozent der befragten Aussteiger verlassen aus finanziellen Gründen ihren Beruf. Circa 58 Prozent der „Überleger“ nannten den wirtschaftlichen Aspekt als Begründung. Zieht man unter den Angaben einen Vergleich, sind vornehmlich strukturelle Gründe – also Verdienst, Bürokratie und Perspektive – ausschlaggebend für den Wechsel. Berufsbezogene Gründe, zu denen die Arbeitsinhalte, soziale Aspekte und die Anerkennung gehören, sind eher Motive für einen Verbleib im Beruf.

Diese Erkenntnis deckt sich auch mit den Aussagen in den Interviews:

Ina: „Und ja, ich habe immer gerne mit Patienten gearbeitet, wirklich, ich habe das geliebt; aber die finanziellen Möglichkeiten waren ja dann doch immer recht eingeschränkt in der Physiotherapie.“

Keine konkreten Ziele

Zufrieden mit dem Beruf selbst, unzufrieden mit den Umständen – das scheint eine Grundstimmung bei den Studienteilnehmern zu sein. Dies zeigt auch der Ausstiegsprozess: Für die Mehrheit der interviewten Physiotherapeuten lässt sich dieser als eher langsam und ziellos charakterisieren. Bei Kerstin dauerte es zum Beispiel insgesamt fünf Jahre, bis sie den Wechsel vollzog:

„Es war eher ein Zufall. Es war jetzt kein aktiver Entschluss, dass ich wechseln will, sondern ich wollte etwas verändern. Aber in welche Richtung, das hatte ich mir noch nicht so aktiv überlegt.“

Auch im Fragebogen wurde dieses Bild eines zögerlichen Ausstieges deutlich. Im Schnitt arbeiteten die Aussteiger vor dem Wechsel zwölf Jahre im Therapieberuf; nur 27 Prozent kehrten dem Beruf bereits in den ersten fünf Jahren den Rücken.

Erneutes Studium

Eine weitere Auffälligkeit besteht darin, dass viele vor ihrem Ausscheiden aus dem Beruf noch einmal studieren: Gut 64 Prozent der Aussteiger haben einen weiterführenden Hochschulabschluss, bei den „Überlegern“ sind es knapp 40 Prozent – und bei den „Bleibern“ nur gut 27 Prozent.

„Es fühlt sich richtig gut an. Ich bereue nichts“, antwortet Christian auf die Frage nach den Folgen des beruflichen Wechsels.

Auch für die rund 78 ausgestiegenen Physiotherapeuten, die an dem Fragebogen teilgenommen haben, hat sich nach dem Wechsel im Schnitt fast nichts verschlechtert (Abb. 4). Punkte wie Bürokratie, Lobby und die Infrastruktur scheinen nach dem Wechsel annähernd gleich geblieben zu sein. Große Verbesserungen wurden in den Bereichen Perspektive, Verdienst, Inhalte und Autonomie erzielt. In Zahlen ausgedrückt: Der Bruttoverdienst der Aussteiger hat sich von durchschnittlich 2.000 bis 2.249 Euro im Therapieberuf auf 2.750 bis 2.999 Euro im neuen Umfeld verbessert.

Ein Strukturwechsel ist unabdingbar

Keine schnelle Flucht, sondern langsame Kapitulation – und das in Massen: Viele Physiotherapeuten verlassen schon jetzt den Beruf, und noch mehr denken darüber nach, es ihnen gleichzutun. Wechselgründe, der Wechselvorgang und die Folgen deuten auf die Notwendigkeit eines Strukturwechsels hin. Vor allem, was Gehalt und berufliche Perspektiven angeht, scheint bei den Therapeuten relativ schnell eine Frustration einzutreten.

Ina: „Also ich habe fast immer aufstockend Hartz IV gekriegt, obwohl ich auch stellvertretende Chefin war.“

Christian: „In erster Linie aufgrund des beruflichen Fortkommens. Ich wollte mich weiterentwickeln und meinen Horizont erweitern. Die Möglichkeiten habe ich als Physio nicht so gesehen.“

Transfer in die Politik

Laut der oben genannten Engpassanalyse des Instituts für Wirtschaft und Energie wird 2030 in der Heilmitteltherapie eine Versorgungslücke von 24,6 Prozent bestehen (2). Sollte in der Physiotherapie die Aussteigerquote von 25 Prozent konstant bleiben und auch nur ein Teil derjenigen, die über einen Ausstieg nachdenken, diesen auch tatsächlich vollziehen, kann mit einer Versorgungslücke unter gesetzlich Krankenversicherten von bis zu 50 Prozent gerechnet werden.

Unabhängig von der tatsächlichen Versorgungslücke besteht allerdings für jeden einzelnen Patienten, der keine therapeutische Behandlung erhält, das Risiko von Folgeerkrankungen und eingeschränkter Lebensqualität.

Eine Veränderung der Situation kann nur gewährleistet werden, wenn die Akademisierung in den Berufsgesetzen festgeschrieben wird. Die jüngste Entscheidung der Politik, die Modellklausel in den Gesundheitsstudiengängen zu verlängern, hat nichts mit weiterer Evaluation zu tun, sondern mit Angst vor Entscheidungen. Notwendig wären ferner eine nicht nur übergangsweise, sondern dauerhafte Abkoppelung von der Grundlohnsummenbindung und der Direktzugang der Patienten zu den Therapieberufen ohne Umwege über den Arzt. Ein weiterer Schritt wäre ein Mitspracherecht für Physiotherapeuten im Gemeinsamen Bundesausschuss, dem bisher Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen angehören. Gleiches gilt auch für Ergotherapeuten und Logopäden.

Literatur

(1) Bundesagentur für Arbeit. 2017. Fachkräfteengpassanalyse. statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Fachkraeftebedarf-Stellen/Fachkraefte/BA-FK-Engpassanalyse-2017-06.pdf; Zugriff am 10.1.2018

(2) Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 2017. Entwicklung der Angebotsstruktur, der Beschäftigung sowie des Fachkräftebedarfs im nichtärztlichen Bereich der Gesundheitswirtschaft. www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/entwicklung-angebotsstruktur-beschaeftigung-fachkraeftebedarf-im-nichtaerztlichen-bereich-der-gesundheitswirtschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=14; Zugriff am 10.1.2018

(3) Waltersbacher A. 2016. Heilmittelbericht 2016. www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_heil_hilfsmittel/wido_hei_hmb16_1216.pdf; Zugriff am 10.1.2018

(4) Statistisches Bundesamt. 2017. Statistik der Prüfungen.

(5) Bundesagentur für Arbeit. 2017. Beschäftigte nach Berufen (Klassifikation der Berufe 2010) – Deutschland, West / Ost und Länder. statistik.arbeitsagentur.de/nn_31966/SiteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Form.html?view=processForm&pageLocale=de&topicId=746716; Zugriff am 10.1.2018

(6) Simon M, Tackenberg P, Hasselhorn H-M, Kümmerling A, Büscher A, et al. 2005. Auswertung der ersten Befragung der NEXT-Studie in Deutschland. Wuppertal: Bergische Universität Wuppertal

(7) Blau G. 1989. Testing the generalizability of a career commitment measure and its impact on employee turnover. J. Vocat. Behav. 35, 1:88–103

Anmerkung

a Die Namen der Zitatgeber wurden geändert.

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Bossmann T. 2017. Nichtärztliche Gesundheitsfachberufe: Wir steuern auf einen Engpass zu. Z. f. Physiotherapeuten 69, 9:10–2