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Die segmentale lumbale Stabilisation zur Aktivierung des M. multifidus in der Therapie von Beschwerden der Lendenwirbelsäule (LWS) ist bekannt. Eine kanadisch-amerikanische Forschergruppe untersuchte nun bei Patienten mit LWS-Schmerzen mittels Ultraschalldiagnostik, welchen Effekt diese Intervention tatsächlich auf die Dicke und Aktivierung des Muskels hat. Zudem bestimmten sie die Reliabilität bei Kontrollpersonen innerhalb des achtwöchigen Untersuchungszeitraums. Die 34 Patienten (18–65 Jahre alt) mit subakutem oder chronischem (94 Prozent) unterem Rückenschmerz mit oder ohne radikuläre Symptomatik sowie 28 gesunde Kontrollpersonen wurden zu Beginn und nach zwei Monaten mit dem diagnostischen Ultraschall auf Höhe L5 / S1, L4 / 5, L3 / 4 in Ruhe und in Bewegung untersucht. Weitere Messinstrumente waren die Numerische Schmerzskala (NRS) und der Oswestry Disability Index (ODI). Zu den Ausschlusskriterien gehörten beispielsweise Operationen an LWS oder Becken, Frakturen, Tumore, Infektionen, Skoliose, systemische oder degenerative Erkrankungen oder bereits erfolgte Übungstherapie. Nur die Patientengruppe führte in den acht Wochen lumbale segmentale Stabilisationsübungen durch. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und mit denen der Kontrollgruppe verglichen.