Forscher aus Dublin sichteten für ihre systematische Übersichtsarbeit die bekannten elektronischen Datenbanken bis Oktober 2017 und inkludierten 22 kontrollierte Studien mit insgesamt 1.137 Teilnehmern. Sie untersuchten, wie sich Übungstherapie, Orthesen oder Schienen auf die Parameter Schmerz, Funktion und Lebensqualität bei Patienten mit Achillodynie (Mid-Portion-Achillodynie oder Insertionstendinopathie) auswirken. Evidenz von moderater Qualität spricht dafür, dass exzentrische Übungen bei Mid-Portion-Achillodynie effektiver zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung sind als eine Kontrollintervention. Das gleiche Evidenzlevel liegt vor für die Überlegenheit von exzentrischen gegenüber konzentrischen Übungen hinsichtlich Schmerzlinderung. Keine signifikanten Unterschiede gab es hingegen zwischen Exzentrik und hochintensiven, langsam ausgeführten Übungen. Evidenz von geringer Qualität besagt, dass exzentrische Übungen Dehnungen nicht überlegen sind. Die Dosierung der Exzentrik wirkt sich anscheinend auf Funktionsfähigkeit und Schmerzlevel aus (Qualität der Evidenz: mittel bis gering). Verglichen mit einer Kontrollintervention hatten Orthesen keinen wesentlichen Nutzen (Qualität der Evidenz: mittel bis hoch). Eine Kombination aus exzentrischem Training und Schienenversorgung ist wahrscheinlich nicht hilfreich. Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass bei Mid-Portion-Achillodynie keine Übungsintervention der anderen überlegen ist. Schienen oder Orthesen werden nicht empfohlen.