Die Zahlen aus Genf sind beeindruckend: 4.300 Teilnehmer aus 131 Ländern, 1.864 Referenten, 76 Session-Vorsitzende und 26 Focused Symposia. Hinzu kamen zahlreiche Diskussionssitzungen, Netzwerktreffen und vieles mehr. In diesem Beitrag gehe ich die von mir besuchten Symposien der Reihe nach durch. Pro Veranstaltung fasse ich ausgewählte Informationen zusammen. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine persönliche Perspektive wider.

Sturzprävention

Stürze sind ein weltweites Problem

Stürze und deren Folgen bei Senioren über 65 Jahre gehören zu den größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme weltweit. Bereits 2007 wurde zu diesem Thema ein Report der Weltgesundheitsorganisation WHO publiziert (1). In den Industrieländern stürzen 30 bis 35 Prozent der Senioren über 65 mindestens einmal im Jahr. In Entwicklungsländern, zum Beispiel in Indien oder Ghana, sind die Zahlen bisher noch geringer, die Tendenz ist aber auch dort alarmierend. Aktuelle Publikationen zur globalen Perspektive auf das Thema Sturzprävention kommen aus dem asiatischen Raum (2) und von der WHO (3). Diese Arbeiten zeigen unter anderem auf, dass auch lokale Rahmenbedingungen für den Erfolg von Maßnahmen entscheidend sind: Was in Kanada funktioniert, ist nicht automatisch für den Einsatz in Indien geeignet.