Wearables können die physiotherapeutische Behandlung bereichern. Auch wenn die Forschung in diesem Bereich noch am Anfang steht, kann bereits jetzt davon ausgegangen werden, dass Wearables zukünftig ein fester Bestandteil der gesamtmedizinischen Versorgung werden. Schon heute sind erste Technologien im Einsatz.

Potenzial und Herausforderungen

Computerunterstützte technologische Lösungen kommen in den letzten Jahren zunehmend in sport- und bewegungsbezogenen Settings zum Einsatz. Dabei assistieren sie in der Umsetzung von Bewegungsaufgaben und helfen bei der Analyse der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers. Die dafür erforderlichen Sensoren und Computersysteme werden immer kleiner und ein drahtloser Datenaustausch ist inzwischen umsetzbar. Darüber hinaus ist die Anwendung in nahezu jeder Umgebung möglich. Mittlerweile sind unterschiedliche Bezeichnungen etabliert, wie etwa „Pervasive Computing“, „Ubiquitous Computing“ oder „Internet of Things“. In die Gruppe dieser Entwicklungen lässt sich auch das Konzept der Wearables einordnen. Darunter werden computerbasierte Technologien verstanden, die am Körper oder am Kopf getragen werden und durch Miniaturisierung sowie die Verwendung drahtloser Kommunikationstechnologien gekennzeichnet sind. Sie erheben verschiedenste Parameter, zum Beispiel zur Charakterisierung von ausgeführten Bewegungen und der daraus resultierenden Effekte. Dazu zählen Herzfrequenz, Muskelaktivität, Anzahl der Schritte, zurückgelegte Distanz, Lage im Raum, Geschwindigkeit oder Hauttemperatur. Auch Smartphones, Smartwatches und Fitnessarmbänder beziehungsweise Activity-Tracker können somit als Wearables bezeichnet werden.