Deutschland zählt in Sachen Digitalisierung nicht gerade zu den Vorreitern. Dies betrifft zum Beispiel den Zugang zum Internet oder das Angebot digitaler Leistungen. Vor allem im Gesundheitssektor birgt der Digitalmarkt der Zukunft großes Potenzial. Das neue Gesetz soll hierfür ein wichtiger Wegbereiter sein.

Es herrscht Nachholbedarf

Viele Länder haben die Digitalisierung im öffentlichen Bereich, das sogenannte E-Government, bereits erfolgreich umgesetzt. Auf diese Weise sind die Behörden untereinander vernetzt und bieten ihren Bürgern eine schnellere und leichtere Abwicklung von Diensten, wie zum Beispiel die Beantragung eines Reisepasses, von Kindergeld oder digitale Sprechzeiten beim Arzt.

Bereits heute belasten der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und der hohe Verwaltungsaufwand das deutsche Gesundheitssystem sehr stark. Um die weiterhin wachsenden Herausforderungen des Gesundheitswesens zu reduzieren, setzt das Bundesgesundheitsministerium nun auf die Digitalisierung. Im Juli, kurz nach Verabschiedung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), hat das Bundeskabinett den Referentenentwurf (1) zum ersten Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) abgesegnet.