In dieser chinesischen Studie verglichen die Forscher den Effekt verschiedener nichtmedikamentöser Therapieoptionen für ältere Patienten mit leichter bis mittlerer Alzheimer-Demenz oder kognitiver Einschränkung. Untersucht wurden Übungstherapie, Musiktherapie, computergestütztes Kognitionstraining und Ernährungstherapie. Dazu recherchierten die Wissenschaftler in der Literatur bis März 2017 und inkludierten 17 randomisierte kontrollierte Studien, welche die oben genannten Interventionen mit Kontrollinterventionen verglichen. Als Outcome-Parameter dienten die Mini-Mental State Examination (MMSE) zur Bewertung der kognitiven Funktion und das Neuropsychiatric Inventory (NPI) zur Beurteilung der neuropsychiatrischen Symptome. Zum Thema Kognition wurden im Rahmen der Netzwerk-Metaanalyse die Ergebnisse von 15 Studien mit insgesamt 1.747 Probanden zusammengefasst. Übungstherapie stellte sich hier als wirksam heraus, gemessen mit der MMSE. Fünf heterogene Studien mit insgesamt 660 Probanden untersuchten neuropsychiatrische Symptome und weisen darauf hin, dass computergestütztes Kognitionstraining effektiv ist, gemessen mit dem NPI. Die Wissenschaftler empfehlen Übungstherapie und Kognitionstherapie am PC zur Verbesserung der kognitiven Funktion und zur Linderung neuropsychiatrischer Symptome bei Patienten mit leichter mit mittelstark ausgeprägter Alzheimer-Demenz beziehungsweise kognitiven Dysfunktionen. Sie vermuten weiter, dass nichtpharmakologische Therapien einen besseren Effekt haben als pharmakologische.