In dieser qualitativen Studie wurden elf Physiotherapeuten (sechs Frauen, fünf Männer) mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung sowie sieben Erwachsene mit muskuloskelettalen Beschwerden aus einer physiotherapeutischen Privatpraxis in Kanada interviewt. Die Patienten (drei Frauen, vier Männer) hatten weder Komorbiditäten mit kognitiven / kommunikativen Einschränkungen noch neurologische oder entzündliche Erkrankungen. Die semistrukturierten Interviews wurden im selbstgewählten Umfeld aufgenommen und transkribiert. Die qualitative Inhaltsanalyse erfasste sprachliche Inhalte und führte mit vergleichenden Techniken zur Bildung von (Sub-)Kategorien. Daraus ergaben sich vier förderliche Bedingungen für eine gute therapeutische Beziehung: Präsenz, Aufgeschlossenheit, Authentizität und Verbindlichkeit. Diese Aspekte waren eng mit den Absichten und Einstellungen der befragten Physiotherapeuten und Patienten verbunden. Präsenz und aufgeschlossenes Auftreten scheinen die Grundlage für authentisches und verbindliches Handeln zu sein. Den Autoren zufolge sind diese vier Eigenschaften die Basis für eine gute Therapeuten-Patienten-Beziehung.