Kenntnisse darüber könnten helfen, wirksame Strategien für die körperliche Aktivierung zu entwickeln. Schwedische Forscher inkludierten 79 erwachsene Probanden mit kongenitalem Herzfehler, das Durchschnittsalter betrug 37 Jahre. 38 Teilnehmer (davon 16 Frauen) hatten unkomplizierte Läsionen, 41 (17 Frauen) dagegen komplexe Herzschädigungen. 42 gematchte Kontrollpersonen wurden ebenfalls untersucht. Als Assessments nutzten die Forscher Fragebogen zur Erfassung der Lebensqualität und Selbstwirksamkeit hinsichtlich Übungen, testeten die Kraftausdauer der Muskulatur (Anzahl Schulterflexionen mit zwei bis drei Kilogramm Gewicht) und ließen die Teilnehmer für vier Tage einen Aktivitäts-Tracker tragen. Personen mit geringer Selbstwirksamkeit (n = 34) waren älter, schnitten schlechter im Krafttest ab (sie schafften durchschnittlich nur 33 Wiederholungen; bei den Probanden mit hoher Selbstwirksamkeit waren es rund 48), hatten komplexere Läsionen und wurden im vierstufigen Klassifikationssystem der New York Heart Association häufiger dem Wert III (deutlich körperlich eingeschränkt) zugeteilt. Die Anzahl der Schulterflexionen war assoziiert mit der Selbstwirksamkeit. Diese Informationen können helfen, die Betroffenen adäquat zu beraten. Ein Muskelkraftausdauertraining könnte die Selbstwirksamkeit erhöhen und somit einen aktiven Lebensstil fördern.