Eine Komplikation nach Knie-Totalendoprothese (K-TEP) ist eine postoperative Steifigkeit, die eine Gelenkmobilisation unter Narkose erfordert. Kalifornische Forscher untersuchten, ob dieses Risiko davon abhängt, ob Patienten mit bilateraler Gonarthrose den Gelenkersatz für beide Knie simultan, nacheinander oder nur einseitig (unilateral) erhalten. Dazu werteten sie die California Patient Discharge Database aus. Von 2005 bis 2013 lag die Inzidenz für eine postoperative Narkosemobilisation innerhalb von 90 Tagen bei 2,14 Prozent für Personen mit unilateraler K-TEP, dies entspricht 4.398 von 205.744 Patienten. Bei Personen mit bilateraler K-TEP zu unterschiedlichen Zeitpunkten waren es 2,11 Prozent (724 von 34.352 Patienten) und bei gleichzeitig bilateral versorgten Patienten 1,62 Prozent (195 von 12.013 Patienten). Nach 180 Tagen erhielten bei den unilateralen K-TEPs 3,07 Prozent, bei den bilateralen K-TEPs 2,89 Prozent und bei den gleichzeitig bilateral Operierten 2,29 Prozent eine Mobilisation unter Narkose. Unter Beachtung aller relevanten Risikofaktoren war die Wahrscheinlichkeit (odds ratio) für eine Narkosemobilisation nach 90 oder 180 Tagen für die bilateral operierten Patienten, die den Gelenkersatz in einer Operation erhielten, signifikant geringer als für die anderen beiden Gruppen.