In Dänemark untersuchten Forscher in einer prospektiven Kohortenstudie an 2.706 Patienten mit muskuloskelettalen Beschwerden, welche Prädiktoren (Vorhersagefaktoren) es für ein zufriedenstellendes Ergebnis nach Physiotherapie gibt. Die Daten wurden mithilfe eines Online-Fragebogens erhoben, vor Beginn der Physiotherapie sowie sechs Wochen, drei und sechs Monate später. Als primäres Outcome diente der Patient Acceptable Symptom State (PASS). Die meisten Patienten hatten Probleme im LWS-Bereich oder eine HWS-Symptomatik. Sechs Wochen nach der physiotherapeutischen Intervention beurteilten 32 Prozent ihren Zustand als akzeptabel, nach drei Monaten 43 Prozent und nach sechs Monaten 52 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für Zufriedenheit mit dem Ergebnis war höher, wenn die Probanden berentet waren, kein Schadenersatzanspruch bestand, die Schmerzfrequenz geringer war, ihre Schmerzen erst kurz bestanden, sie kein ausgeprägtes Angst-Vermeidungs-Verhalten zeigten, eine bessere mentale Gesundheit hatten und Nichtraucher waren. Die primäre Schmerzlokalisation hingegen spielte eine untergeordnete Rolle.