Dass Übungen sich positiv auf die Gesundheit von Menschen mit metabolischem Syndrom auswirken, ist bekannt. Australische Forscher aus Sydney untersuchten nun die Effekte bei einer Subgruppe von Personen mit metabolischem Syndrom, die (noch) nicht an Diabetes mellitus erkrankt waren. Dazu recherchierten sie in acht elektronischen Datenbanken bis September 2017. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien von mindestens vier Wochen Dauer, die eine Übungsintervention (aerobes, Kraft- oder kombiniertes Training) mit einer Kontrollintervention ohne Übungen oder Training verglichen hatten. Insgesamt gingen die Daten von elf Studien mit 16 Interventionen (zwölf mit aerobem Training, vier mit Krafttraining) in die Analyse ein. Die aeroben Maßnahmen hatten zahlreiche positive Auswirkungen: Zum Beispiel reduzierten sie den Taillenumfang, die Nüchternglukose, den diastolischen Blutdruck und verbesserten die kardiorespiratorische Fitness. Die Trainingsintensität sollte idealerweise stark sein und das Training dreimal wöchentlich für mindestens zwölf Wochen ausgeführt werden. Für die Krafttrainingsinterventionen konnten keine signifikanten Effekte nachgewiesen werden; die Autoren stellen die Frage in den Raum, ob dies auch mit der begrenzten Anzahl der gefundenen Studien zusammenhing, die dies untersucht hatten.