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Physiotherapie kann Patienten mit malignen Tumoren im Kopf- und Nackenbereich symptomlindernd unterstützen. Bisher wurde der Effekt eines Heimübungsprogrammes noch nicht ausreichend untersucht. Deswegen verglichen taiwanesische Forscher in ihrer randomisierten Studie, welche Intervention sinnvoller ist: eine ambulante Physiotherapie mit zusätzlichen Heimübungen oder die alleinige Therapie zu Hause (Gehen / Walken, kräftigende Schultergürtel-Übungen, zum Beispiel für den mittleren und unteren Anteil des M. trapezius, Dehnungen für den Schultergürtel). Die individuelle 60-minütige Übungstherapie zu Hause sollte fünfmal wöchentlich stattfinden (n = 18). Nach anfänglicher Instruktion der Patienten und Angehörigen erkundigten sich die Therapeuten jede Woche telefonisch nach dem Übungsfortschritt. Die ambulanten Patienten (n = 19) erhielten zweimal in der Woche für eine Stunde Therapie im Therapiezentrum (Laufband, progressive Kräftigungsübungen bei 30 bis 60 Prozent des Einwiederholungsmaximums und Schultergürtel-Dehnungen) und Hausübungen für die restlichen drei Tage (aerobes Training in Form von Gehen / Walken und statische Dehnungen, wie bei der Heimübungsgruppe, allerdings keine Kraftübungen zu Hause). Die Patienten waren zwischen 20 und 80 Jahre alt, die Tumordiagnose lag maximal sechs Monate zurück (TNM-Klassifizierung II–IV) und es war eine radikale chirurgische Operation mit Lymphknotendissektion durchgeführt worden. Die Forscher setzten folgende Messinstrumente vor der Physiotherapie sowie nach sechs und zwölf Wochen ein: