Wissenschaftler aus Dänemark und Spanien inkludierten 18 Patienten nach Schlaganfall im chronischen Stadium und mit Hemiparese in ihre Untersuchung. Alle führten Fingerflexion und -extension gegen den elastischen Widerstand von drei unterschiedlich starken Thera-Bändern durch. Mithilfe von Oberflächen-EMG wurde die Aktivierung des M. flexor digitorum superficialis und des M. extensor digitorum am paretischen Arm gemessen und mit der gesunden Seite verglichen.

In der betroffenen Hand war die Aktivität beider Muskeln während der Flexion höher als während der Extension. Keine Rolle spielte hingegen, welche Stärke das Thera-Band während der Fingerflexion hatte. Die Autoren empfehlen die Fingerflexion als bevorzugte Kräftigungsübung für Patienten im chronischen Stadium nach Apoplex, um eine hohe Muskelaktivierung der Unterarmflexoren und -extensoren zu erreichen. Die Extension könnte aber weiterhin zum Zweck der besseren neuromuskulären Kontrolle geübt werden.