Zur Erfassung von zentralen Übungsbarrieren befragten amerikanische Wissenschaftler insgesamt 36 betroffene Frauen und 18 Kursanbieter in Fokusgruppen. Die Codierung und Analyse der Inhalte führten zwei unabhängige Personen durch. Für die Frauen mit Dranginkontinenz war vor allem der Schmerz ein Grund, nicht zu üben; diese Barriere nannten die Anbieter nicht. Beide Gruppen fanden Schamgefühle für die Behandlung hinderlich und sahen Zufriedenheit mit der Therapie als Motivation für weiteres Üben. Es gab unterschiedliche Ansichten darüber, ob die Übungen unter Anleitung stattfinden sollten oder nicht: Die Frauen empfanden es als Hindernis, unter Anleitung zu üben, während die Kursanbieter eine fehlende Therapiebegleitung kritisch sahen. Die Gruppendynamik bewerteten alle Befragten als unterstützend und motivierend, genauso wie finanzielle Anreize und Kostenerstattung.