Chinesische Wissenschaftler untersuchten in ihrer randomisierten kontrollierten Studie die Wirkung direkter vaginaler Elektrostimulation auf die Beckenbodenfunktion. Dazu teilten sie 189 erstgebärende Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren mit Dammschnitt (Episiotomie) oder Dammriss zweiten Grades zufällig in drei Gruppen auf. Die Übungsgruppe (n = 63) begann zwei Tage post partum mit Übungen zur Aktivierung des Beckenbodens und führte diese drei Monate lang durch; die Elektrogruppe (n = 66) erhielt zusätzlich zu dieser Intervention sechs Wochen nach der Entbindung dreimal wöchentlich für 30 Minuten Elektrostimulation. Die Probandinnen der Kontrollgruppe (n = 60) wurden nur einmalig beraten. Drei Monate post partum erhoben die Forscher Daten mithilfe der Gradeinteilung nach dem Pelvic Organ Prolapse Situation Quantification System (POP-Q), sie erfassten das Ausmaß der Inkontinenz und die Stärke der Muskelkraft des Beckenbodens (Oxford-Skala).