Physiotherapeuten und Forscher aus Manchester verglichen drei Interventionen zur Behandlung von Tendinopathien oder Impingement-Symptomen der Schulter. 120 englischsprachige Patienten wurden dazu in zwei ambulanten Einrichtungen des National Health Service (NHS) behandelt. Einschlusskriterien waren:

  • mindestens dreimonatiger Schulterschmerz
  • frei bewegliches Schultergelenk
  • Schmerzprovokation bei isometrischen Tests für die Rotatorenmanschette
  • Schmerzprovokation beim Hawkins-Kennedy-Test oder Empty-Can-Test

Zu den Ausschlusskriterien zählten zervikale Radikulopathie, Entzündung, neurologische Erkrankungen, ausstrahlender Schmerz, Rotatorenmanschettenruptur und Operationen. Insgesamt acht erfahrene Physiotherapeuten führten drei Therapievarianten durch: Eine Gruppe übte sechs Wochen lang in der offenen Kette Abduktion bis 30 Grad und Rotation mit einem elastischen Band (open chain – OC; n = 40). Die zweite Gruppe übte in der geschlossenen Kette in Form von Stützübungen an der Wand, im Vierfüßlerstand und im Sitz (closed chain – CC; n = 40). Die dritte Gruppe führte Beweglichkeitsübungen bis 90 Grad Abduktion durch (Range of Motion – ROM; n = 40). Zusätzlich dehnten alle Studienteilnehmer die vorderen und hinteren Anteile der Gelenkkapsel. Die Ergebnisse wurden mit dem Shoulder Pain and Disability Index (SPADI) ermittelt.