Diese Frage stellten sich norwegische Forscher und inkludierten 442 Kinder mit Zerebralparese im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren in ihre prospektive nationale Kohortenstudie. Die primäre klinische Zielgröße war die Veränderung in der Grobmotorik, gemessen mit dem Gross Motor Function Measure (GMFM-66). Es zeigte sich ein linearer Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Physiotherapie und der Grobmotorik: Je mehr PT die Kinder erhalten hatten, umso besser war ihre Grobmotorik. Es konnte festgestellt werden, dass mehr als zweimal Therapie pro Woche für die Grobmotorik wirksamer sind als nur ein- bis zweimal oder weniger. Ein Störfaktor waren Kontrakturen; je mehr Kontrakturen die Kinder aufwiesen, desto geringer waren die Verbesserungen in der Motorik. Den Ergebnissen dieser Studie zufolge sollte eine hochfrequente Physiotherapie zur Reduzierung von Kontrakturen und Verbesserung der Grobmotorik angestrebt werden.