Zu diesem Thema führten französische Forscher im Jahr 2014 eine Befragung von Physiotherapeuten im Loire-Tal durch. Neben demografischen Informationen wurden auch die Überzeugungen der Therapeuten mithilfe der Pain Attitudes and Beliefs Scale (PABS) erhoben; diese stellt dar, ob ein Kollege beim Thema chronischer LWS-Schmerz eher biomedizinisch denkt und therapiert oder einen bio-psycho-sozialen Ansatz hat. Von 704 angeschriebenen Therapeuten füllten 168 den Fragebogen komplett aus, 15 von ihnen arbeiteten in einem Netzwerk für Kreuzschmerz. Die Teilnehmer waren in 58 Prozent der Fälle über 40 Jahre alt, 63 Prozent waren Männer. Probanden, die weniger als 20 Jahre im Beruf waren, kürzlich eine spezifische Fortbildung zum Thema Rückenschmerzen besucht hatten und Vollzeit arbeiteten, dachten weniger biomedizinisch als ältere Befragte. Die bio-psycho-soziale Denkweise war assoziiert mit dem Engagement in einem multimodalen Kreuzschmerz-Netzwerk.