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Eine Studie zu dieser Fragestellung kommt aus Australien. Die Forscher schlossen 144 Patienten mit Hüftarthrose in ihre Studie ein. Die Patienten mussten seit mehr als drei Monaten häufig an Hüftschmerzen leiden (> 4 / 10 Punkte auf der Numerischen Schmerzskala beim Gehen), älter als 50 Jahre sein, Internetzugang haben, in der Lage sein, zur Physiotherapiepraxis zu kommen, und mit der Studiendauer von zwölf Monaten einverstanden sein. Zu den Ausschlusskriterien gehörten unter anderem der (geplante) Einsatz einer Hüft-TEP, die Einnahme von Kortikosteroiden in den letzten drei Monaten, systemische Gelenkerkrankungen sowie eine vorangegangene Verhaltenstherapie aufgrund von Schmerzen in den letzten zwölf Monaten. Die Patienten wurden per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt. Die Interventionsgruppe erhielt in den ersten acht Wochen ein internetbasiertes Training zur Verbesserung des Schmerz-Copings (Informationen der Organisation Arthritis Australia zum Krankheitsbild und dessen Management plus verschiedene Module, unter anderem zu Muskelrelaxation, kognitiver Restrukturierung, Ablenkungstechniken und Problemlösung). Die Kontrollgruppe bekam lediglich die Online-Beratung mit Informationen von Arthritis Australia. Danach absolvierten beide Gruppen bis zur 24. Woche insgesamt fünf 30-minütige Einzeltermine beim Physiotherapeuten (circa alle drei Wochen) zur Anleitung eines Heimübungsprogramms mit Kräftigung vor allem für den M. quadriceps und die Hüftabduktoren sowie Übungen zur Verbesserung der Hüftbeweglichkeit.