Das Metabolische Syndrom erhöht nicht nur das Risiko für Typ-2-Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen, sondern begünstigt auch das Wiederauftreten von Brustkrebs bei Betroffenen. In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 100 übergewichtige (46 Prozent adipös), durchschnittlich 53 Jahre alte Patientinnen für 16 Wochen entweder der Experimental- oder der Kontrollgruppe mit Standardtherapie zugeteilt. Die Experimentalintervention bestand aus dreimal wöchentlich Cardio- und Krafttraining bei 65 bis 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Als primäre klinische Zielgröße wurde der Metabolic Syndrome Z-score (MetS-Z-score) nach Studienende und im Follow-up nach weiteren drei Monaten gemessen, außerdem die Sarcopenic Obesity (gleichzeitiges Vorliegen von Adipositas und Muskelabbau) und verschiedene Marker im Serum. 91 Prozent der Probanden standen für das Follow-up zur Verfügung. Die Experimentalgruppe hatte sich im Vergleich zu den Kontrollprobanden signifikant im MetS-Z-score verbessert, ebenso hinsichtlich der Sarcopenic Obesity und in den Serum-Biomarkern (zum Beispiel Insulin). Die Verbesserung in der Interventionsgruppe im Vergleich zu Therapiebeginn war auch nach drei Monaten noch nachweisbar. Diese Erkenntnisse können helfen, geeignete Therapieprogramme für übergewichtige Brustkrebs-Überlebende zu entwickeln, um die Folgen des Metabolischen Syndroms abzuschwächen.