Diese Frage untersuchten US-amerikanische Wissenschaftler und schlossen dazu 1.554 Patienten mit Nackenbeschwerden in ihre Studie ein. Die Probanden wurden vor und nach Ende der Physiotherapie mit folgenden Assessments untersucht: Neck Disability Index (NDI), Numerische Schmerzskala in Ruhe und bei Aktivität. Der minimale klinisch relevante Effekt (Minimal Clinically Important Difference – MCID) wurde genutzt, um zu messen, ob sich die Patienten verbessert hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer von der Physiotherapie profitiert hatten: Rund 51 Prozent erreichten klinisch relevante Verbesserungen im Ruheschmerz (durchschnittlich −1,93) und rund 52 Prozent eine Schmerzlinderung bei Aktivitäten (durchschnittlich −2,36). Über 40 Prozent der Teilnehmer erzielten klinisch relevante Ergebnisse im NDI (durchschnittlich −6,31 Punkte). Andere Faktoren beeinflussten ebenfalls die Wirksamkeit der physiotherapeutischen Intervention: Berufstätige mit Entgeltfortzahlung hatten eine schlechtere Prognose für den Therapieerfolg. Auch zeigte sich der Versicherungsstatus als entscheidender Faktor für das Erreichen der MCID hinsichtlich der Schmerzlinderung bei Aktivitäten.