74 Senioren im Alter zwischen 65 und 75 Jahren mit rheumatoider Arthritis wurden in die Studie eingeschlossen. Die Forscher teilten die Teilnehmer per Zufall einer von zwei Gruppen zu: Eine Gruppe nahm an einem individualisierten Übungsprogramm mit moderater bis hoher Intensität in einem Sportstudio teil (n = 36), die andere absolvierte Heimübungen mit geringer Intensität (n = 38). Insgesamt dauerte die Interventionsphase 20 Wochen. Die Effekte wurden mittels verschiedener Assessments zu Beginn, nach 20 Wochen und nach einem Jahr gemessen. Primäre Zielgröße waren die Ergebnisse des Health Assessment Questionnaire – Disability Index (HAQ-DI). Außerdem wurde die körperliche Fitness geprüft sowie der Timed-Up-and-Go-Test und der Sit-to-Stand-Test durchgeführt. Weiterhin wurde die isometrische Kraft der Flexoren am Ellenbogen dokumentiert. In Bezug auf den HAQ-DI gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen – weder direkt nach der Intervention noch zwölf Monate später. Allerdings gaben 71 Prozent der Teilnehmer in der Interventionsgruppe an, dass sich ihre Gesundheit stark oder sehr stark verbessert habe; in der Kontrollgruppe empfanden dies nur 24 Prozent der Patienten. Außerdem gab es signifikante Unterschiede hinsichtlich der Ausdauer sowie der meisten Leistungstests zugunsten der Interventionsgruppe.