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Forscher aus der Schweiz recherchierten zu dieser Frage in wissenschaftlichen Datenbanken bis Januar 2017. Sie schlossen randomisierte kontrollierte Studien ein, die mindestens eine Art von konservativer Therapie – zum Beispiel Übungen und Manuelle Therapie – bei dieser Patientengruppe untersuchten. Als Kontrollgruppen kamen Placebobehandlungen oder andere Maßnahmen (darunter auch operative Verfahren) infrage. Die Qualität der Studien wurde mit dem Cochrane Risk of Bias Tool bewertet. Es wurden insgesamt mehr als 5.500 Artikel gescreent und 312 im Volltext gesichtet. 200 Studien wurden in die Synthese eingeschlossen, 177 davon waren zudem für die Meta-Analyse geeignet. Das Alter der Patienten lag in den meisten Studien zwischen 18 und 65 Jahren. In Bezug auf die Schmerzlinderung sind Übungen effektiver als Kontrollinterventionen ohne Übungsanteile; spezifische Übungen sind dabei besser als allgemeine. Kortisoninjektionen sind effektiver als keine Behandlung, wobei hier ultraschallgeleitete Injektionen den einfachen Injektionen überlegen waren. Nichtsteroidale Entzündungshemmer zeigten einen kleinen Effekt im Vergleich zu Placebointerventionen. Manuelle Therapie wirkt ebenfalls besser als ein Placebo. In Kombination mit Übungen ist Manuelle Therapie effektiver als Übungen alleine – allerdings nur kurzfristig. Verglichen mit einem Placebo erwiesen sich Laser, extrakorporale Stoßwellentherapie und Tape-Anlagen jeweils als wirksamer. Die Evidenz war von geringer Qualität aufgrund eines hohen Verzerrungsrisikos in den Studien und methodischer Ungenauigkeiten. Die Autoren schlussfolgern, dass Übungen im Rahmen der Therapie bei Impingement der Schulter in Betracht gezogen werden sollten und gegebenenfalls durch Manuelle Therapie, Tape oder extrakorporale Stoßwellentherapie ergänzt werden können.