Professionelle Gesundheitsarbeiterinnen sollten gesund sein, meint man. Wie steht es aber wirklich um die Gesundheit von Therapeutinnen, die sich den ganz Tag um andere kümmern? Das klassische Hamsterrad in der physiotherapeutischen Arbeit wird oft genug zitiert. Aber was könnte man dagegen tun? Hier kommt zunächst eine Bestandsaufnahme zu den physischen und psychischen Belastungen der Kolleginnen. Verbesserungen sind dringend nötig.

 „Und, wie geht es Ihnen – heute?“ Diese Frage stellen Physiotherapeutinnen1 ihren Patientinnen häufig. Doch, wie geht es den Therapeutinnen eigentlich selbst? Das Dasein für andere versperrt oft den Blick auf das eigene Befinden im Großteil des eigenen Lebens – der Erwerbstätigkeit. Spätestens nach der Aktion „Therapeuten am Limit“ und der Auswertung der Brandbriefe ist die Wahrnehmung ihrer Lage deutlicher geworden: Der Traumberuf ist zum Teil angesichts erdrückender Arbeitsbedingungen zum Alptraum geworden (1). Doch, wie lassen sich die vereinzelten subjektiven Berichte objektivieren? Die Autorinnen haben sich mit wissenschaftlichen Befunden zur beruflichen Belastung von Therapeutinnen auseinandergesetzt. In zwei Artikeln stellen sie die Ergebnisse vor.