In dieser philippinischen Übersichtsarbeit wurden die bekannten elektronischen Datenbanken bis Juli 2017 nach randomisierten oder quasi-randomisierten Studien durchsucht. Einschlusskriterien waren, dass die Kinder in ihrer motorischen Entwicklung verlangsamt waren oder ein Risiko hierfür zeigten und dass Familienmitglieder oder Freunde die physiotherapeutischen Maßnahmen zu Hause durchführten. Ziel war es, die Merkmale und methodische Qualität der Studien zu untersuchen. Die Studienqualität wurde mit der PEDro-Skala ermittelt. Die Recherche ergab 24 Veröffentlichungen zu insgesamt 17 verschiedenen Studien. Diese waren heterogen und hatten methodische Mängel, daher ist die Aussagekraft begrenzt. So waren die Angehörigen nur in wenigen Studien (vier) in die Therapieplanung involviert, die Anleitung der Angehörigen durch die Therapeuten und die Umsetzung der Heimübungsprogramme wurden unzureichend gemessen oder nicht beschrieben. Die Autoren schlussfolgern, dass durch Angehörige angeleitete Heimprogramme für motorisch verlangsamte Kinder zwar wichtig sind, aber die Evidenz aufgrund der schlechten methodischen Qualität der Studien bisher nur unzureichend ist.