Ausdauertraining ist eine gängige Therapieempfehlung für Migräne-Patienten. Doch wie intensiv sollte es ausgeführt werden? Dieser Frage ging ein schweizerisch-deutsches Forscherteam in einer randomisierten kontrollierten Studie nach. Die Patienten wurden entweder in die hochintensive Trainingsgruppe (HIT), moderate Ausdauergruppe oder Kontrollgruppe stratifiziert randomisiert. Das Training erfolgte im dreimonatigen Untersuchungszeitraum zweimal in der Woche. Von insgesamt 45 Probanden (28 weiblich, durchschnittliches Alter: 36 Jahre) beendeten nur 36 die Studie; die Ausfallrate betrug 20 Prozent. Untersucht wurden die Netzhautdurchblutung und Leistungsfähigkeit (Stufentest Laufband) im Kontext der im Migränetagebuch aufgeführten Symptomatik. Bei allen Probanden reduzierte sich die Anzahl der Tage mit Migräne, die Teilnehmer der HIT-Gruppe berichteten sogar zu 89 Prozent von Verbesserungen, die anderen Gruppen weniger. Die HIT-Gruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe außerdem bessere Durchblutungsverhältnisse des Gehirns.