Sehr wichtig, so die Antwort eines Forscherteams aus Singapur, das zu diesem Thema ein systematisches Review der relevanten Literatur bis Juli 2016 veröffentlicht hat. Die Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit einer Inzidenz von acht bis zehn Prozent weltweit eine wichtige neuropsychiatrische, pädiatrische Störung, die sich auch noch auf das Erwachsenenalter auswirkt. Die Therapie besteht überwiegend aus psychologischer Begleitung und Medikation. Doch welche Kurz- und Langzeitwirkungen hat die Übungstherapie? 30 Studien wurden zur Untersuchung dieser Frage berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass für Kinder und Jugendliche mit ADHS insbesondere moderat bis hochintensives aerobes Training den größten Effekt hat und sowohl kurz- als auch langfristig angelegte Interventionen zu körperlichen, kognitiven und verhaltensbezogenen klinischen Verbesserungen führten. Negative übungsinduzierte Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.