Ein Forscherteam wertete Daten von insgesamt 80.306 Personen aus England und Schottland aus, die im Rahmen von Gesundheitsbefragungen zwischen 1994 und 2008 erhoben worden waren. Sie interessierten sich für die Zusammenhänge zwischen Krafttraining (hoch- oder niedrigintensiv, mit eigenem Körpergewicht oder Gerätetraining) und der Mortalität infolge kardiovaskulärer Erkrankungen und Krebs. Auch die Gesamtmortalität wurde untersucht. Die Teilnahme an jedweder Kräftigungstherapie war sowohl mit der Gesamtmortalität als auch mit den Todesfällen infolge von Krebserkrankungen günstig assoziiert. Die Einhaltung der Leitlinien für Krafttraining (zwei oder mehr Trainingseinheiten pro Woche) stand im Zusammenhang mit der Gesamt- und Krebssterblichkeit, während die Umsetzung der Richtlinien für aerobes Training (150 Minuten moderate Belastung pro Woche) mit der Mortalität infolge kardiovaskulärer Erkrankungen und der Gesamtsterblichkeit verbunden war. Eine an beide Leitlinien angelehnte Therapie war assoziiert mit der Gesamtsterblichkeit und der Krebsmortalität. Die Autoren empfehlen daher die leitliniengerechte Trainingstherapie.