Big and Serious

Die gesundheitsbezogene Lebensqualität lässt sich durch ein aerobes Training steigern – aber profitieren Patienten mit Herzinsuffizienz und einer reduzierten Auswurfleistung des Herzens auch hinsichtlich des gesamten Gesundheitszustandes von dieser Art der Intervention? Die sekundäre Analyse einer multizentrischen Studie namens HF-ACTION wertete die Daten von 2.331 ambulant behandelten, medizinisch gut eingestellten Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Auswurfleistung des linken Ventrikels von 35 Prozent oder weniger aus. Weitere Einschlusskriterien waren, dass die Probanden noch nicht regelmäßig trainierten und in den letzten Wochen trotz Medikation Symptome hatten. Ausgeschlossen wurden Patienten, die größere kardiovaskuläre Ereignisse in den vergangenen sechs Wochen oder keine Bereitschaft zum Trainieren aufwiesen. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen randomisiert: Die eine erhielt 36 professionell angeleitete Trainingseinheiten mit anschließendem Heimprogramm, die andere bekam die herkömmliche Versorgung. Zu Studienbeginn, nach drei und zwölf Monaten beantworteten die Teilnehmer den EuroQOL 5-Dimension Questionnaire (EQ-5D): Dieser Fragebogen bestimmt die Funktion im Alltag, das heißt Mobilität und Aktivitäten, eigenständige Versorgung, Schmerzen, Ängstlichkeit und Depression. Er kann einerseits in jeder Kategorie ausgewertet werden, wobei null dem Tod entspricht und eins uneingeschränkte Gesundheit bedeutet; andererseits beinhaltet der EQ-5D auch eine Visuelle Analogskala (VAS), wobei null den schlechtesten und 100 den besten vorstellbaren Gesundheitszustand darstellt. Die Probanden waren durchschnittlich 59 Jahre alt, 71 Prozent waren männlich. Über die Hälfte der Teilnehmer hatte eine ischämische Herzerkrankung in der Vergangenheit, die Auswurfleistung des Herzens betrug durchschnittlich 25 Prozent.