Kurzbeitrag
pt Dezember 2016

Wie wirkt sich Kinesiophobie auf die Teilnahme von KHK-Patienten an der kardiologischen Rehabilitation aus?

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Schwedische Forscher untersuchten 332 Patienten (Durchschnittsalter 65 ± 9,1 Jahre, 75 Frauen) mit koronarer Herzkrankheit (KHK). Mithilfe objektiver Messinstrumente, psychologischer Fragebogen und der Feststellung der körperlichen Aktivität ermittelten sie Prädiktoren (Vorhersagefaktoren) für die Teilnahme an der kardiologischen Rehabilitation und den Einfluss der Kinesiophobie (Bewegungsangst) auf das Verhalten der Teilnehmer.

Demnach erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme an der Rehabilitation bei Patienten mit kürzlich erfolgtem Koronararterien-Bypass und einem ST-Hebungsinfarkt (Herzinfarkt) signifikant. Im Gegensatz dazu war die Beteiligung von Patienten mit festgestellter Kinesiophobie unwahrscheinlich. Die Bewegungsangst wurde durch den allgemeinen Gesundheitszustand und die Ausdauerfähigkeit positiv beeinflusst. Angst und kürzlich erlebter Herzinfarkt verstärkten hingegen die Kinesiophobie und machten eine Teilnahme an der kardiologischen Reha unwahrscheinlicher.

Quelle: Bäck M, et al. 2016. Kinesiophobia mediates the influences on attendance at exercise-based cardiac rehabilitation in patients with coronary artery disease. Physiother. Theory Pract. Oct 11. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27726471

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pt Dezember 2016

Erschienen am 05. Dezember 2016