Um diese Frage zu beantworten, durchsuchten Forscher systematisch die Literatur in den Datenbanken Google Scholar, MEDLINE, PsycINFO, PubMed und Web of Science bis August 2016. Eingeschlossen wurden 14 Studien mit 624 Patienten, die Übungsinterventionen für Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mit einer Kontrollintervention ohne Übungstherapie verglichen und in denen depressive Symptome als klinische Zielgröße gemessen wurden. Das Ergebnis: Übungstherapie reduzierte depressive Symptome signifikant. Die antidepressive Wirkung war in denjenigen Studien am höchsten, in denen auch die Fatigue durch Übungstherapie abnahm. Zukünftige Untersuchungen könnten sich diese Erkenntnisse zunutze machen und Übungstherapie einsetzen, um sowohl Fatigue als auch depressive Symptome positiv zu beeinflussen.