Wissenschaftler aus North Carolina interessierten sich für die Auswirkungen von Übungs- und / oder Gehtraining auf die Fähigkeit von Schlaganfall-Überlebenden, zu gehen und währenddessen noch eine weitere Aufgabe zu lösen (Dual Task). Dazu durchsuchten sie systematisch die Literatur in den Datenbanken PubMed, CINAHL, EMBASE, Web of Science, Cochrane Central Register of Controlled Trials und PEDro bis Juli 2017. Sie inkludierten sowohl randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs) als auch nicht randomisierte, nicht kontrollierte Studien. Sieben Studien mit zwölf Interventionen und insgesamt 124 Probanden wurden eingeschlossen. Nach Ende der Interventionen gab es eine signifikante Erhöhung der einfachen Gehgeschwindigkeit und der Gehgeschwindigkeit unter Dual-Task-Bedingungen. Fand während der Interventionen auch explizit ein Training mit zusätzlichen Aufgaben statt, erhöhte dies die Dual-Task-Gehgeschwindigkeit stärker als bei einfacheren Interventionen. Die Ergebnisse aus drei RCTs liefern Hinweise darauf, dass ein Dual-Task-Gehtraining einem einfachen Gehtraining überlegen ist, was die Erhöhung der Gehgeschwindigkeit unter Dual-Task-Bedingungen angeht. Die Autoren empfehlen daher die komplexeren Programme für Patienten nach einem Schlaganfall, weisen aber auch darauf hin, dass aufgrund von kleinen Stichprobengrößen in den Studien die Evidenzlage nicht eindeutig ist.