Forscher in Großbritannien erstellten auf Basis einer multizentrischen randomisierten Studie einen HTA-Bericht (siehe Kasten). Ihren Angaben zufolge haben rund 25.000 Patienten osteoporotische Wirbelkörperfrakturen. Es ist bekannt, dass Physiotherapie einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung einnimmt. Unklar ist jedoch, welche Maßnahme am effektivsten ist. Deshalb verglichen die Wissenschaftler in 21 physiotherapeutischen Einrichtungen des National Health Service (NHS) folgende drei Interventionen: ein Übungsprogramm, Manuelle Therapie (je sieben Sitzungen) sowie eine einzige 60-minütige Behandlung. Die 615 Patienten wurden vor Studienbeginn, nach vier und zwölf Monaten untersucht. Sie waren durchschnittlich 72 Jahre alt und zu 87 Prozent weiblich. Primäre Zielgrößen waren die Lebensqualität (Quality of Life Questionnaire of the European Foundation for Osteoporosis – QUALEFFO-41) und Stehen mit Gewichten in den Händen, die ausgestreckten Arme auf Schulterhöhe (Timed Loaded Standing – TLS). Zu den sekundären Zielgrößen gehörten der thorakale kyphotische Winkel, Gleichgewicht (Functional-Reach-Test – FRT) und körperliche Funktionen, erfasst mit der Short Physical Performance Battery (SPPB), dem Sechs-Minuten-Gehtest (6MWT), der Physical Activity Scale for the Elderly, der Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen, Sturztagebüchern und Lebensqualität (EuroQol-5).