Patienten mit Multipler Sklerose (MS) haben häufig eine verringerte Glukosetoleranz im Vergleich zu Gesunden. Dies kann generell durch intensive aerobe Übungen reguliert werden; für MS-Patienten wurde dies aber offenbar noch nicht belegt. Deswegen untersuchten Wissenschaftler in Belgien nun, ob sich durch intensives aerobes Training und Widerstandsübungen positive Effekte auf die Glukosetoleranz von MS-Patienten erzielen lassen.

Für ihre Studie randomisierten sie 34 Patienten (45 ± 3 Jahre) in drei Gruppen. Zwölf Teilnehmer führten ein zwölfwöchiges hochintensives Intervall-Fahrradergometer-Training durch; elf weitere Teilnehmer übten im gleichen Zeitraum genauso intensiv auf dem Fahrradergometer und Laufband, jedoch kontinuierlich (Dauermethode); elf Patienten bildeten die Kontrollgruppe. In zwei aufeinanderfolgenden Wochen wurde fünfmal trainiert (eine Woche dreimal, in der nächsten Woche zweimal). Zusätzlich fand ein resistives Training an Geräten statt. Vorher und nachher wurden die Glukosetoleranz anhand eines oralen Glukosetoleranz-Tests und der Glukosetransporter GLUT4 durch eine Biopsie des M. vastus lateralis bestimmt.