In einer Studie aus Warschau wurden 32 Männer (durchschnittlich 56,3 Jahre alt) und 30 Frauen (durchschnittlich 59,2 Jahre alt) nach Herzinfarkt untersucht. Sie nahmen an einem achtwöchigen Training mit 24 Intervalleinheiten auf dem Fahrradergometer teil. Die Forscher maßen vor und nach der Intervention die klinischen Zielgrößen Depression (Beck Depression Inventory), Ängstlichkeit (State-Trait Anxiety Inventory) und beschwerdeadaptiert die körperliche Belastbarkeit.

Bei den weiblichen Probanden waren die Werte für Depression und Ängstlichkeit vor Studienbeginn höher als bei den Männern und verbesserten sich signifikant im Studienverlauf. Bei den Männern wurde keine auffällige Depression oder Ängstlichkeit nach dem Herzinfarkt gemessen. Die körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich bei beiden Geschlechtern und das Training hatte einen positiven Einfluss auf das vegetative Nervensystem.