Starke, diffuse Schmerzen ohne körperlich erkennbare Ursache – dahinter kann eine Sensibilisierung der zentralen Schmerzverarbeitung stecken. Mit dem Central Sensitization Inventory lassen sich verschiedene Ursachen ausschließen und zentrale Sensibilisierungssymptome erfassen. Bisher ist das Screening-Instrument nicht auf Deutsch verfügbar – ein Expertenteam möchte das ändern.

Der Physiotherapeut Prof. Dr. Jo Nijs leitet die Forschungsgruppe „Pain in Motion“. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit setzt er sich mit anhaltenden, nicht erklärbaren Schmerzen und der „zentralen Sensibilisierung“ auseinander (1). Ob bei Patienten eine zentrale Sensibilisierung vorliegt, kann durch ein Screening-Instrument erfasst werden – den Central Sensitization Inventory (CSI). Nachdem in einem ersten Schritt neuropathischer Schmerz als Ursache ausgeschlossen wurde, wird anhand eines Algorithmus das Vorliegen einer zentralen Sensibilisierung untersucht. Unser Expertenteam beschäftigt sich nun mit der kulturellen Adaptation und Validierung des CSI für den deutschsprachigen Raum.