Fachkräftemangel, fehlende berufliche Perspektiven, ein zu niedriges Gehalt, mangelnde Anerkennung der Therapieberufe und die als fehlend wahrgenommene Schlagkraft der Interessenvertreter – diese Gründe nannten Therapeuten in der Studie „Ich bin dann mal weg“ im Jahr 2017 für den Berufsausstieg. Lässt sich das Ruder noch herumreißen? Was müsste sich ändern? Eine Folgestudie hat sich damit beschäftigt.

Einleitung

Die Studie „Ich bin dann mal weg“ aus dem Jahr 2017 zeigte, dass jeder vierte Therapeut aus seinem Beruf ausgestiegen ist und über 62 Prozent bereits über einen Berufsausstieg nachdenken (1). In der Physiotherapie besteht in Deutschland laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) seit Dezember 2016 ein Fachkräftemangel (2). Der Masterstudiengang Therapiewissenschaften der Hochschule Fresenius befasste sich im Jahr 2018 in einer Folgestudie unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Hammer mit der derzeitigen Situation und der Zukunft für die Berufsfelder Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Podologie.