Um die sensorischen Fähigkeiten bei Patienten zu evaluieren, sind mehrere Tests verfügbar. Neben der klassischen dermatombezogenen Oberflächensensibilitätstestung besteht die Möglichkeit, die Empfindlichkeit gegenüber Berührung, Druck oder thermischen Reizen zu prüfen. In diese Assessments reiht sich auch die Untersuchung der Zweipunktdiskriminationsfähigkeit ein.

Hintergrund

Die Erfassung der Zweipunktdiskrimination (ZPD) kann als Teil der sensomotorischen Untersuchung bei vielen Erkrankungen und Disziplinen, vor allem im neurologischen und muskuloskelettalen Bereich, zur Beurteilung der Oberflächensensibilität dienen. Dabei wird die ZPD als Fähigkeit definiert, zwei simultan ankommende mechanische Stimuli auf der Hautoberfläche an einer Körperstelle als räumlich getrennt wahrzunehmen. Daraus ergibt sich die Zweipunktdiskriminationsschwelle (ZPDS), die den Abstand beider Punkte beschreibt, an dem die zu testende Person nicht mehr in der Lage ist, zwischen einem oder zwei Punkten zu unterscheiden.