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Erholung im Spitzensport – Do what you want

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[[js] Prof. Dr. Alexander Ferrauti und Prof. Dr. Michael Kellmann von der Ruhr-Universität Bochum untersuchten im Verbundprojekt »Regenerationsmanagement im Spitzensport – Regman«, wie sich Athleten nach anstrengenden Trainings- und Wettkampfphasen am besten regenerieren.

Mit Blutuntersuchungen, Fragebogen und Leistungsprüfungen wurde verglichen, wie unterschiedliche Erholungsmaßnahmen auf Spitzensportler wirken und ob es besonders effektive Regenerationsstrategien für bestimmte Sportarten gibt. Die Ergebnisse sollten Sportlern und Trainern helfen, Entspannungsmöglichkeiten gezielt auszuwählen.

Das Forscherteam untersuchte Spitzensportler in ihren Trainingslagern und Olympiastützpunkten. Unter anderem nahmen die deutschen Gewichtheber und die Volleyball-Nationalmannschaft der Männer an dem Projekt teil.

Zu den geprüften Erholungsstrategien zählte aktive Erholung, zum Beispiel durch Auslaufen oder Rudern. Andere Maßnahmen wie Massage, Eisbad oder einfaches Ausruhen untersuchten die Wissenschaftler ebenfalls.

Sie kamen zu folgendem Ergebnis: »Es gibt keine Erholungsstrategie, die allgemeingültig zu empfehlen ist. Regeneration ist ein sehr individueller Prozess«, so Prof. Kellmann. Jeder Sportler solle die Maßnahme anwenden, die er bevorzuge und die zu seiner Sportart passe.

Das Projekt wurde unter anderem durch den Deutschen Olympischen Sportbund angeregt und vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert.

Ruhr-Universität Bochum

 

Foto: Jacob Lund / shutterstock.com

Foto: Jacob Lund / shutterstock.com

 

Heftnummer: 9-2016


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