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Freiwilligendienst in Kenia

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Foto: Çağatay İkbal Çetinsoy

Es kommt mir wie gestern vor, dass ich die Entscheidung getroffen habe, einen Freiwilligendienst in Kenia zu absolvieren. Die ganze Zeit über hatte ich keine genaue Vorstellung davon, was mich erwartet. Und auf all die Fragen rund um das Projekt, das vor mir liegt, hatte ich keine richtigen Antworten. Das Bisschen, das ich darüber wusste, hatte ich aus der Projektbeschreibung, die mir vermittelt wurde. Nicht mal das Internet konnte mir dabei helfen, mir ein Bild zu machen.

Zum Glück gab es noch das Vorbereitungsseminar, das von der Organisation Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e. V. (ijgd) organisiert wurde, um Freiwillige vorab zu schulen. Also ging es Anfang Juni nach Dransfeld bei Göttingen: Hier verbrachten wir, insgesamt 25 Freiwillige, zehn Tage im Haus Hoher Hagen. Was einmal ein Berggasthof war, wird heute als Bildungsstätte genutzt. Bei dieser Gelegenheit lernte ich meine Mitfreiwilligen kennen, die wie ich nach Kenia gehen sollten. Neben neuen Bekanntschaften stand natürlich auch einiges an Theorie auf dem Plan: Schwerpunkte des Vorbereitungsseminars waren zum Beispiel der historische Hintergrund Afrikas, Kolonialismus und medizinische Grundkenntnisse in Bezug auf bestimmte Krankheiten vor Ort sowie deren Vorbeugung. Darüber hinaus erhielten wir Informationen zu unseren Projekten. Aufgeklärt und gut vorbereitet, konnte ich nun die letzte Etappe in Angriff nehmen – denn neben dem Visumsantrag und anderem Organisatorischem standen noch einige Impfungen an.


Nairobi Airport

„Ding!” – dieses Geräusch und die damit verbundene Durchsage, dass wir in Kürze Nairobi Airport erreichen würden, riss mich aus dem Schlaf. Seit den Morgenstunden saßen wir bereits im Flugzeug, das wir Freiwilligen in London Heathrow bestiegen hatten. Deutschland lag bereits weit hinter uns. Mit müden Augen blickte ich aus dem kleinen Fenster ins Dunkle hinaus – unter uns die riesige Hauptstadt Kenias: Nairobi. Nachdem wir unser Gepäck beisammen hatten, wurden wir schon am Ausgang von Mitarbeitern der Partnerorganisation abgeholt. Sie fuhren uns zu unseren vorübergehenden Unterkünften nach Buruburu im Osten Nairobis.

Am nächsten Tag ging es ins Office der Partnerorganisation, um an einem Orientierungsseminar teilzunehmen. In den ersten beiden Tagen besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten Nairobis und lernten etwas über das Land und seine Bewohner. Darüber hinaus beinhaltete das Seminar Verhaltensregeln, Sicherheitshinweise, Gesundheitsmaßnahmen zur Vorbeugung von (Tropen-)Krankheiten und Informationen über die einzelnen Projekte.

Nach knapp einer Woche Vorbereitung wurden erneut die Taschen gepackt; diesmal ging es raus aus der Hauptstadt. Nach einer zweieinhalbstündigen Autofahrt stand ich auf dem Gelände des Misyani Small Home – hier würde ich das nächste Jahr verbringen.

Unterstützung
Kontoinhaber: ijgd
Bank für Sozialwirtschaft Berlin
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE70 1002 0500 2591 7120 21
Verwendungszweck: Spende Freiwilligendienst 2017-18

Bitte keine Namen im Verwendungszweck angeben. Durch die Verwendung der personalisierten Kontonummer erfolgt eine konkrete Zuordnung der Spende.

Surftipp
Çağatays Blog:

www.cagatay-geht-weltwaerts.jimdo.com

 

Heft 1-2018


Autor

Çağatay İkbal Çetinsoy

Physiotherapeut; 2012–2015 Ausbildung am Präha Lehrinstitut für Physiotherapie in Kerpen; seit 2015 tätig im Euregio-Reha-Zentrum des St. Antonius Hospitals in Eschweiler, Schwerpunkt: Orthopädie und (Unfall-)Chirurgie; Fortbildung in Manueller Lymphdrainage; arbeitet seit 2011 ehrenamtlich bei der Lebenshilfe FeD GmbH Aachen mit geistig und körperlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen.

cetinsoy@outlook.de

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