[js] Verbandsvertreter sprechen ja gerne mit Politikern. So machten sich Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), und Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer am 14. Oktober mit gleich zwei Kernforderungen im Gepäck auf den Weg nach Berlin.

Modellprojekte für den Direktzugang

Sie warben erneut dafür, Modellprojekte zum Direktzugang (DA) zu ermöglichen und sprachen darüber mit drei Mitgliedern des Bundestagsgesundheitsausschusses: Dr. Roy Kühne, MdB (CDU), Bettina Müller, MdB (SPD), und Dirk Heidenblut, MdB (SPD).

„Um Möglichkeiten und Grenzen des DA wissenschaftlich auswerten zu können, müsse nun zeitnah eine Gesetzesänderung her, um Modellprojekte zum Direktzugang zu ermöglichen“, so der IFK dazu in einer Pressemitteilung. Die drei Mitglieder des Bundestagsgesundheitsausschusses sagten ihre Unterstützung zu.

Das im Mai 2019 in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sieht bisher nur die Blankoverordnung (BV) für bestimmte, bisher noch nicht festgelegte, Diagnosen vor. Die BV soll allerdings bis zum 15. November 2020 umgesetzt werden.

Therapeuten haben direkten Blick auf den Behandlungsverlauf

Mit Blick auf das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), welches am 27. September 2019 in erster Lesung im Bundestag beraten wurde, ging es um die geplanten Änderungen und die nächsten Schritte im noch anstehenden Gesetzgebungsverfahren. Repschläger und Pfadenhauer betonten, dass „Therapeuten von Beginn an in den Prozess der Digitalisierung einbezogen werden müssen.“

Außerdem sei es wichtig, dass nicht nur Ärzte therapieunterstützende Apps verordnen dürfen, sondern auch Therapeuten. Sie hätten schließlich den direkteren Blick auf den bisherigen Behandlungsverlauf.

 

Quelle: Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). 2019. https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/austausch-mit-gesundheitspolitikern/; Zugriff am 17.10.2019