[jr] Bei vielen MS Patienten werden Schmerzen als Symptom übersehen. Dabei ist es ausschlaggebend diese frühzeitig zu erkennen, um handeln zu können, denn sonst können die Schmerzen zum Dauerzustand werden. Es gibt laut Experten allein in Deutschland fünf bis acht Millionen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Vielen von ihnen hätte mit einer frühzeitigen Behandlung geholfen werden können. Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat nun eine neue Broschüre „Schmerzen bei MS“ entwickelt und herausgegeben.

Chronische Schmerzen

Sind nach Definition von Fachleuten dann vorhanden, wenn der Schmerz länger als drei Monate anhält. Durch Schonung lässt sich hier keine Besserung erzielen. Patienten, die von chronischen Schmerzen betroffen sind, erleben häufig psychische und physische dauerhafte Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Oft gehen die Schmerzen nämlich mit einem Mobilitätsverlust und Bewegungseinschränkungen einher. Aber auch die allgemeine Befindlichkeit, die Stimmung und das Denken wird durch den anhaltenden Schmerz negativ beeinflusst.

Was hilft?

Durch die zunehmende Forschung auf diesem Gebiet, können verschiedene Schmerzarten heutzutage eindeutiger diagnostiziert und dementsprechend zielführend behandelt werden. Ziel der Behandlung ist es vor allem Betroffenen derart aufzuklären, dass sie eigenverantwortlich mit ihren Schmerzen umgehen können und so ihre Lebensqualität steigern. In Zusammenarbeit mit der AMSEL, Aktion MS-Erkrankter, dem Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. hat die DMSG einen Ratgeber veröffentlicht, der passende Therapiemöglichkeiten aufzeigen soll. Der 24-seitige Ratgeber informiert über Schmerzen als Warnsignal, Symptom, aber auch über die multimodale Schmerztherapie, Schmerzarten und ihre Behandlung und ist unter der Mitwirkung Dr. med. Michael Fritz, Facharzt für Neurologie im Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und Leiter der Abteilung für Schmerztherapie, Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad und Prof. Dr. med. Horst Wiethölter, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Stuttgart entstanden.

 

Die Broschüre Schmerzen bei Multipler Sklerose kann in den Geschäftsstellen der DMSG-Landesverbände und im Online-Shop unter www.dmsg.de bestellt werden.

Quelle:

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/dmsg-aktuell/neue-broschuere-schmerzen-bei-multipler-sklerose-nennt-therapiemoeglichkeiten-und-coping-strategi/