[js] Der VDB-Physiotherapieverband LV Niedersachen-Bremen fordert in einer Pressemitteilung vom 5. Dezember „eine Abschaffung des Schulgeldes für alle Schüler in allen Gesundheitsberufen.“ „Die Fachkräfteanalyse der Agentur für Arbeit zeigt seit Jahren eine deutliche Verschärfung des Fachkräftemangels. Durch die prekäre Situation kann eine flächendeckende Patientenversorgung nicht mehr gewährleistet werden. Eine der Ursachen des Fachkräftemangels liegt in der Erhebung von Schulgeld“, so der Verband weiter.

Angehende Masseure bekommen keine kostenfreie Ausbildung

„Während Podologen, Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten zukünftig eine kostenfreie Ausbildung in Niedersachsen erhalten, sind angehende Masseure von der neuen Regelung ausgenommen. Auch Physiotherapieschüler im derzeit dritten und vierten Semester werden von der sozialdemokratisch geführten Landesregierung nicht gefördert. Sie zahlen weiterhin bis zu 500 Euro monatlich für ihre Ausbildung“, prangert der VDB an.

Enorme finanzielle Belastung für „schwach aufgestellte Berufsgruppe“

„Der Beschluß der 92. Gesundheitsministerkonferenz sieht zwar eine bundeseinheitliche Regelung zur Schulgeldfreiheit für alle nichtakademischen Gesundheitsfachberufe bis Ende 2019 vor. Mit einer Umsetzung entsprechender Maßnahmen rechnet das Bundesgesundheitsministerium aber erst 2021. Für Massageschüler bedeutet das Warten auf eine bundeseinheitliche Lösung eine Verlängerung der enormen finanziellen Belastung. Hier trifft der Ausschluss der niedersächsischen Fördermaßnahmen eine sozial schwach aufgestellte Berufsgruppe“, so der VDB weiter.

 

Quelle: VDB-Physiotherapieverband LV Niedersachsen und Bremen. 2019. Brandbrief. Schulgeldfreiheit für Masseure und Physiotherapeuten in Ausbildung. Pressemitteilung vom 5.12.2019