Derzeit steht das Thema Bonpflicht und Zuzahlung zur Diskussion. [Vereinte Therapeuten][ hatte einen Brief geschrieben, die Antwort aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wirft Fragen auf.

[tb] Gestern ging die Nachricht durch die sozialen Medien: [Vereinte Therapeuten][ hatte in einem Brief an Jens Spahn und das BMG darauf aufmerksam gemacht, „dass trotz fortschreitender Digitalisierung immer noch therapeutische Praxen unentgeltlich mit dem Einzug der Zuzahlung bei Patienten, die nicht von der Zuzahlung befreit sind, bürokratisch und finanziell erheblich belastet werden“.

Ein Auszug aus der Antwort des BMG sorgte dann für Diskussionen:

„Das BMG verweist auf die Einzugspflicht der Zuzahlung durch die Leistungserbringer nach §43c des SGBV und schreibt weiterhin, das die Einziehung der Zuzahlung durch die Leistungserbringer PRAGMATISCH und NICHT BÜROKRATISCH sei. Demgegenüber entstünde bei einer Änderung hin zu einem generellen Einzug der Zuzahlungen durch die Krankenkassen ggf. nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand.“

Zur Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme kam aus dem zuständigen Bundesministerium der Finanzen folgende Aussage:

„Es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Verwendung eines elektronischen Aufzeichnungssystems. Offene Ladenkassen können unter Beachtung der bereits bislang geltenden Aufzeichnungspflichten nach §146 Abgabenordnung (AO) weiterhin verwendet werden. Wird ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion im Sinne §1 Satz 1 Kassensicherungsverordnung genutzt, ist dieses mit einer technischen Sicherheitseinrichtung zu schützen.“

Die bisherigen Reaktionen auf die Meldung zeigen vor allem Unverständnis in Bezug auf den möglichen erhöhten Verwaltungsaufwand für die Krankenkassen bei einer möglichen Änderung des Prozesses …

Quelle: https://www.facebook.com/608413785902641/posts/2796721077071890/?d=n