Die Coronakrise verschärft sich. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) fordert Klarstellungen von Bundes- und Landesregierungen: Wie erhalten Therapiepraxen erforderliche Schutzkleidung und Hygienematerialien? Wie sichert die Bundesregierung die wirtschaftliche Existenz der therapeutischen Praxen?

[js]  „Die Bundesregierung hat am 16. März 2020 verkündet, dass alle Einrichtungen des Gesundheitswesens unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet bleiben sollen. Unter dieser Maßgabe versuchen therapeutische Praxen in ganz Deutschland die therapeutisch erforderliche Versorgung so gut wie möglich aufrecht zu halten. Doch unklare Vorgaben und mangelnde Ausstattung mit Hygieneartikeln stellen die Praxen vor nahezu unüberwindbare Schwierigkeiten“, so der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) in einer Pressemitteilung vom 19. März.

Wie erhalten Therapiepraxen erforderliche Schutzkleidung und Hygienematerialien?

Der SHV fordert deshalb eine schnelle Klärung der folgenden offenen Fragen von der Bundesregierung und den einzelnen Landesregierungen:

  • Wie erhalten Therapiepraxen über öffentliche Stellen erforderliche Schutzkleidung und Hygienematerialien? Die Verteilung vom Bund in die Länder erfolgt nach einem Verteilungsschlüssel. Im Bundesland selbst gehen die Materialien an die ärztliche Selbstverwaltung, die es im therapeutischen Bereich leider nicht gibt. Hier braucht es Lösungen!
  • Wie sichert die Bundesregierung die wirtschaftliche Existenz der therapeutischen Praxen? Durch Einhaltung der Pandemie-Richtlinien kommt es zu massiven Einbrüchen, die die Praxen existenziell bedrohen. Eine Versorgung selbst von dringend behandlungsbedürftigen Patienten ist schon heute nicht mehr flächendeckend gewährleistet. Wir brauchen Lösungen, die die Patientenversorgung heute und morgen sichern. Hier braucht es Lösungen zur finanziellen Sicherung beispielsweise in Form eines Rettungsschirms für die Gesundheitsberufe!

„In der Krise dürfen unsere Praxen nicht vergessen werden!“

„In dieser Krise dürfen unsere Praxen nicht vergessen werden! Nur durch eine schnelle Klärung ist es uns möglich, ein Mindestangebot an erforderlichen Therapien für alle Patienten, die darauf angewiesen sind zu gewährleisten“, darüber sind sich alle SHV-Mitgliedsverbände einig. „Die Kostenträger haben ihrerseits am 18. März 2020 mit weitreichenden Empfehlungen einen Beitrag zur Versorgungssicherung geleistet, nun muss die Politik schnellstmöglich nachziehen“, so der SHV weiter.

 

Quelle: SHV. 2020. Pressemitteilung vom 19. März 2020. https://pt.rpv.media/ea; Zugriff am 19.3.2020

 

Lesen Sie auch:

Update Coronakrise: „Lassen Sie die Praxen bitte unbedingt geöffnet“

Update Coronakrise: „Physiotherapeuten stehen vor dem Nichts“

Zur Zeit finden Sie tägliche Updates zur Coronakrise auf www.physiotherapeuten.de und auf www.pt-erfolg.de.

Oder auf unserer Facebookseite.