Der neue SARS-CoV-2 Virus ist ähnlich lange in der Luft und auf Oberflächen nachweisbar, wie SARS-Cov-1.

[jr] Amerikanische Forscher des US-National Institutes of Health testeten die Stabilität der beiden Coronaviren in einem Hochsicherheitslabor unter kontrollierten Bedingungen.

Trommel- und Oberflächentests

Hierzu sprühten sie Virensuspension in eine rotierende Goldberg-Trommel. Sofort nach dem Einspritzen, sowie nach 30, 60, 120 und 180 Minuten wurde die Viruskonzentration im Inneren der Trommel bestimmt. Zudem wurden Oberflächen aus Kunstoff, genauer Polypropylen, Edelstahl (AISI 304), Kupfer (99,9%) und Pappe besprüht.
Die Viruskonzentration wurde jeweils nach einer, vier, acht Stunden und nach einem, zwei, drei beziehungsweise vier Tagen bestimmt.

Die Viren waren sowohl in der Trommel, wie auch auf allen Oberflächen bis zum Ende des Experiments nachweisbar. Die Konzentration nahm jedoch exponentiell ab.

Viren-Halbwertszeit

Laut den Forschern beträgt die Halbwertszeit (die Zeit nach der die Hälfte der Viren verschwunden war) für SARS-CoV-2 in der Trommel 1,09 Stunden. Auf Kupferoberflächen 0,774 Stunden (0,427 bis 1,19 Stunden). Nach 4 Stunden waren keine „lebensfähigen“ Viren mehr nachweisbar. Auf Pappe betrug die Halbwertszeit 3,46 Stunden (2,34 bis 5 Stunden), auf Stahl 5,63 Stunden (4,59 bis 6,86 Stunden) und auf Plastik 6,81 Stunden (5,62 bis 8,17 Stunden).

Die Ergebnisse bestätigen die Vermutung, dass die SARS-CoV-2 Viren durch die Berührung von kontaminierten Oberflächen, durch einen engen Kontakt („face to face“) und Tröpfcheninfektion übertragen werden. Bisher unbekannt ist die Konzentration der Viren, welche zu einer Infektion führt.

Menschliche Ausscheidungen die Viren enthalten

Chinesische Forscher analysierten die verschiedenen Körperflüssigkeiten von Patienten, welche an Covid-19 erkrankt waren. Hierbei fielen die Nachweistests in der Flüssigkeit der Bronchiallavage zu 93 Prozent positiv aus. Mit 72 Prozent folgte das Sputum. In 63 Prozent der Proben aus Nasenabstrichen wurden SARS-CoV-2 Viren gefunden. Es folgten Proben der bronchoskopischen Bürstenbiopsie mit 46 Prozent, Rachenabstriche mit 32 Prozent, Stuhlproben mit 29 Prozent und Blutproben mit 1 Prozent. Bisher konnten die Viren in Urinproben nicht nachgewiesen werden.

 

 

Quellen: Ärzteblatt, The New England Journal of Medicine, Jama Network